Die sehr erfolgreiche und auch in meinem Besitz befindliche Sony Alpha A7 III spiegellose Kamera hat einen Nachfolger bekommen. Mit der Sony A7 IV kommt ein neues Flaggschiff auf den Markt. Hier beleuchte ich die Hauptunterschiede beider Kameras und ob sich ein Umstieg lohnt.

Die Sony Alpha 7 III wurde am 27. Februar 2018 vorgestellt und hat seitdem große Beliebtheit erlangt. Dies ist auch zurückzuführen auf den wirklich sehr guten Auto-Augenfokus, der bei Menschen und Tieren den Fokus bestens setzt. Zu dem Veröffentlichungszeitraum suchte man auch vergebens nach einem Dual-Memory Slot und 4k Videos: 3.840 x 2.160 (30p, 100 Mbit/s) unter der 2000€ Marke. Die neue Sony Alpha 7 IV ist ab Dezember 2021 als Body-Version für einen Listenpreis von 2799€ verfügbar.

Gemeinsamkeiten beider Kameramodelle

Beim Nachfolger wurde jedoch nicht alles grundlegend geändert. So sind z.B. die folgenden Dinge beim Nachfolger übernommen worden:

  • ISO 100-51200 (Erweitert: 50 bis 204800)
  • Batterie: NP-FZ100
  • Maximale Framrate: 10 FPS (Frames per second)
  • Verschlusszeit: 1/8000 bis 30 Sekunden (Langzeitbelichtung)

Unterschiede zwischen Sony A7III & Sony A7IV

Der Nachfolger hat ganze 33 Megapixel im Gegensatz zur Sony Alphy A7III. Hier lag sie bei 24,2MP beim 35mm großen Vollformatsensor. Beim Prozessor kommt der Nachfolger: BIONZ XR zum Einsatz, der auch in der Pro Version der Alpha 1 Kamera zum Einsatz kommt. Der Dynamikumpfang mit 15 Stops bleibt zum Vorgänger gleich. Die Autofokuspunkte steigen beim Vollformat 35mm Sensor von 693 auf 759 Punkte. Beim Augenautofokus kommen bei der Erkennung jetzt auch noch Vögel hinzu, die ebenfalls per KI erkannt werden. Hier wird bei der Motiverkennung die Farbe, Helligkeit (Muster) und die Tiefe (Entfernung) des jeweiligen Motives für den Algorithmus genutzt. Die 5-Achsen Stabilisation hat sich um 0,5 auf 5,5 erhöht. Bei den Videoformaten kommen jetzt 10 Bit zum Einsatz. So wird z.B. für 10Bit bei 4K bis maximal 30p von den 7K des 8K großen Sensors der A7 IV downgesampelt. Qualitätsmäßig dürfte das an die der Sony A7S III herankommen.

30 Minuten Filmbeschränkung bei der Sony A7IV aufgehoben

Für Videoliebhaber sicher ein Vorteil: Die 30-minütige Videoaufnahmebeschränkung, wie es bei den Vorgängern noch der Fall war, fällt weg. Dies hatte mit der unterschiedlichen Besteuerung von Videokameras zu tun und somit könnt ihr mit der neuen Kamera nun mehr als 30 Minuten am Stück filmen (auch ohne das sich die Kamera überhitzt). Und das in den Formaten XAVC S-I mit intraframe Kompression oder aber mit XAVC HS mit H.265 long-GOP. Auch wurde das S-Cinetone Bildprofil aus den Cine-Kameras implementiert.

Interessant bei der Alpha 7 IV ist auch das sie Gyro- und Objektivdaten als Metadaten erfasst. So lassen sich Verwacklungen der Kamera auch nachträglich ändern. Hierzu kann z.B. Sonys Catalyst Browse/Prepare Software genutzt werden.

Klappdisplay für Vlogger interessant

Leider ist der Sucher nicht so gut wie bei der Sony Alpha A7S III, da dieser mit nur 3,69MP auflöst. Jedoch lässt sich das 3 Zoll große Display im Gegensatz zur Sony A7III auch vollständig zur Seite klappen. Hier habt ihr nun die volle Kontrolle und könnt euch beim Vloggen direkt selbst sehen und kontrollieren. Die Auflösung bei diesem Display liegt bei guten 1.000.000 Bildpunkten.

Sony Alpha 7 III weiterhin TOP Kamera

Trotz der Neuvorstellung der Sony Alpha 7 IV, wird die bisherige Sony Alpha 7 III weiterhin eine sehr attraktive Kamera bleiben. Auch mit nur 24MP und einem nicht drehbaren Display kann man weiter tolle Fotos schießen und Videos aufnehmen. Ich z.B. habe mir einen externen Monitor für meine Sony A7 III gekauft (in diesem Beitrag seht ihr mein verwendetes Equipment). Diesen kann ich einfach mittels einer Halterung an der Kamera anbringen und habe ein noch größeres Display.

Ich jedenfalls werde die über 1000€ Mehrpreis nicht investieren und mir den Nachfolger kaufen, sondern dieses eher in ein weiteres Objektiv stecken.

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